#branchennews #hybar #sms group #cmt-walzwerk 13.08.2026
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Hybar errichtet zweites CMT-Walzwerk in Osceola

Gerd Krause

in kürze

Der US-Stahlerzeuger Hybar baut seine Produktionskapazitäten in Osceola aus. SMS liefert ein zweites CMT-550-Walzwerk, das neben der bestehenden Anlage installiert wird und nach Angaben der SMS Group den weltweit ersten Doppel-CMT-Betrieb ermöglichen soll.

Zweites CMT-550-Walzwerk für Hybar

Bei Hybar in Osceola ist die nächste Entwicklung bereits in Gang gesetzt: eine Bestellung für ein zweites CM® 550-Walzwerk, das den weltweit ersten Doppel-CMT-Betrieb ermöglichen wird. Im Bild: Zwischen-/Fertigwalzwerk mit HL-Ständern aus einem CMT-Walzwerk (Beispielbild).
Bei Hybar in Osceola ist die nächste Entwicklung bereits in Gang gesetzt: eine Bestellung für ein zweites CM® 550-Walzwerk, das den weltweit ersten Doppel-CMT-Betrieb ermöglichen wird. Im Bild: Zwischen-/Fertigwalzwerk mit HL-Ständern aus einem CMT-Walzwerk (Beispielbild).

Hybar erweitert den Standort Osceola um ein zweites CMT-550-Walzwerk. Die neue Anlage wird neben dem bestehenden CMT-550 installiert und soll die jährliche Bewehrungsstahlproduktion um rund 630.000 Tonnen erhöhen.

Nach Angaben von SMS entsteht damit der weltweit erste Doppel-CMT-Betrieb. Das Anlagenkonzept ist darauf ausgelegt, zwei CMT-Walzwerke an einem Standort zu betreiben und dabei gemeinsame Logistik- und Energieinfrastruktur effizienter zu nutzen.

Für Hybar bedeutet die Erweiterung eine deutliche Steigerung der Produktionskapazität im Bereich Bewehrungsstahl. Zugleich setzt der Standort weiter auf ein Anlagenkonzept, das Stahlherstellung, Gießen und Walzen eng miteinander verbindet.

CMT-Prozess verbindet Stahlherstellung, Gießen und Walzen

SMS liefert die komplette CMT-Walzstraße aus einer Hand. CMT steht für Continuous Minimill Technology. Der Prozess integriert den Weg vom Schrott bis zum hochwertigen Endprodukt in einem durchgängigen Ablauf.

Dabei werden Stahlherstellung, Stranggießen und Walzen prozessual verbunden. Digitale Überwachung und Automatisierung sollen einen zuverlässigen und hochproduktiven Betrieb unterstützen. Nach Angaben von SMS ist das Konzept darauf ausgelegt, den CO₂-Fußabdruck sowie Betriebs- und Investitionskosten zu minimieren.

Die neue Anlage ergänzt das bestehende CMT-550-Walzwerk am Standort. Durch das Doppelanlagenkonzept sollen gemeinsame Infrastrukturen besser genutzt werden. Dazu zählen insbesondere Logistik- und Energieinfrastruktur.

Energieversorgung mit Solarpark und Batteriespeicher

Der Standort in Osceola wird durch einen 105-MW-Solarpark und einen Batteriespeicher mit 160 MWh unterstützt. Diese Energieinfrastruktur ist Teil des Anlagenkonzepts und soll den Betrieb der Doppelanlage mit Strom versorgen.

SMS nennt ein klares Ziel für das Projekt: Im Vergleich zu einem herkömmlichen Ministahlwerk sollen bis zu 35 Prozent geringere CO₂-Emissionen erreicht werden. Diese Angabe beschreibt das angestrebte Einsparpotenzial der Anlage und ist nicht als bereits erzielter Betriebswert zu verstehen.

Mit dem zweiten CMT-550-Walzwerk setzt Hybar auf eine Kombination aus kompakter Stahlproduktion, integrierter Prozessführung und standortbezogener Energieinfrastruktur. Für die Stahlindustrie ist das Projekt relevant, weil es Produktionsausbau, Automatisierung und CO₂-orientierte Anlagenplanung miteinander verbindet.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Hybar installiert in Osceola ein zweites CMT-550-Walzwerk.
  • Die jährliche Bewehrungsstahlproduktion soll dadurch um rund 630.000 Tonnen steigen.
  • SMS liefert die komplette CMT-Walzstraße aus einer Hand.
  • Der Standort nutzt einen 105-MW-Solarpark und einen Batteriespeicher mit 160 MWh.