#dekarbonisierung-energieeffizienz 13.10.2025

Saarhütten schließen Milliarden-Finanzierung zur klimaneutralen Stahlproduktion ab

©Saarstahl
SHS errichtet an den Standorten Dillingen und Völklingen eine neue Direktreduktionsanlage sowie zwei Elektrolichtbogenöfen, die die bisherigen Hochöfen und Konverter (im Bild Konverter im LD-Stahlwerk Völklingen) schrittweise ersetzen. Bild: Saarstahl

Die SHS – Stahl-Holding-Saar Gruppe mit ihren Beteiligungen Dillinger und Saarstahl hat eine entscheidende Etappe zur klimaneutralen Stahlproduktion erreicht. Ein internationales Bankenkonsortium stellt insgesamt 1,7 Milliarden Euro an Krediten zur Verfügung. Die Finanzierung des Transformationsprogramm Power4Steel sei damit erfolgreich abgeschlossen.

„Das ist ein weiterer zentraler Meilenstein auf unserem Weg in eine CO2-reduzierte Zukunft“, wie der SHS-Vorstandsvorsitzende Stefan Rauber hervorhebt. Die durch das Bankenkonsortium bereitgestellte Finanzierung für das Grünstahl-Projekt Power4Steel kombiniere eine Unternehmens- mit einer Investitionsfinanzierung. Abgesichert sei die Investitionsfinanzierung durch die Exportkreditagenturen OeKB aus Österreich und die italienische SACE. Ergänzt werde die Finanzierung durch Eigenmittel sowie direkte Fördermittel der Bundesregierung und des Saarlandes aus dem 2,6-Milliarden-Euro-Programm zur Transformation der saarländischen Stahlindustrie.
Im Rahmen des Projekts Power4Steel entstehen an den Produktionsstandorten Dillingen und Völklingen eine neue Direktreduktionsanlage sowie zwei Elektrolichtbogenöfen, die die bisherigen Hochöfen und Konverter schrittweise ersetzen sollen. Diese in Zukunft wasserstoffbasierte Stahlherstellung verspricht eine deutliche Reduktion der CO₂-Emissionen: Bis 2030 sollen die Emissionen um rund 55 % gesenkt werden, bis 2045 sei eine komplett klimaneutrale Produktion vorgesehen. Langfristig strebe die SHS an, innerhalb ihrer Peergroup der größte Produzent von grünem Stahl zu werden.
Quelle: SHS Gruppe